Nebelriss Weihnachtsgeschenk

Die düstere Jahreszeit beginnt, die Zeit der Lichter, kurze Tage, warme Decken und auf keinen Fall fehlen darf da ein gutes Buch und vielleicht ein schmackhaftes Glas Wein.

Weihnachten steht vor der Tür. Eine schöne Gelegenheit, einmal wieder den Griff zu einem soliden Buch als Weihnachtsgeschenkidee zu wagen, mit einem Inhalt der die Kraft hat, mit Wörtern und Imagination in fremde Welten zu entführen, diese Welt zu verlassen und in ganz andere Sphären vorzudringen. Das Buch nicht weglegen zu können, weil man ein teil dieser Welt geworden ist…

Diese Gabe besitzt Markolf Hoffmann, ein studierter Germanist, der 1974 in Braunschweig geboren ist. Hoffmann hat in seiner Romantetralogie eine detaillierte, zauberhafte, aber düstere Welt namens Gharax erschaffen; der erste Teil trägt den Titel Nebelriss. Eine Gänsehaut machende Sage steckt hinter diesem geheimnisvollen Titel: Eine Schlucht an der Grenze zwischen Sithar und Arphat ist die Geburtsstätte der Wolken, von hier aus machen sie sich auf, Länder mit Regen zu belohnen und mit Unwetter zu rügen. Seine Figuren versieht Hoffmann mit einer schlüssigen Vita, sie wirken natürlich und ihr Handeln ist vorhersehbar und nachzuvollziehen. Eine gemalte Karte aus der Feder seiner Schwester visualisiert die Welt Gharax.

Besonders schön: Zu Hoffmanns Werken gibt es oft eine musikalische Untermalung, die sicherlich jedem Fantasy- Fan zusätzlich in Ekstase versetzt. Perfekt für die Weihnachtsfeiertage.

Fantasy Fans finden bei Markolf eine Welt, die der hiesigen nicht fremder und doch nicht ähnlicher sein könnte. Magie, Bauern, Könige, Kaiser und Außerirdische Mächte bevölkern eine Fläche, teilen sich Geschichte und Kriege, schließen Bündnisse; Personen haben Stärken und Schwächen, entscheiden über den Verlauf der Welt. Gharax wird von zweibeinigen Echsenwesen, den Goldéi angegriffen, Zwist und Griesgram müssen zurückstehen für ein Erhalten der Welt. Schaffen der mächtige Nhorduhael und sein von Angst gezeichneter Genosse Laghanos es, die Welt zu erhalten?

Ein Vergleich mit der Herr der Ringe Trilogie ist unnütz. Lediglich die Dreiteiligkeit und ein wenig das Genre ist ihnen gemein. Markholf schafft eine ganz eigene Dimension, in der es nicht um den Kampf zwischen Böse und Gut geht, nicht um einen Helden; es geht um das Überleben und den Wandel.

Er gibt seiner Trilogie “Das Zeitalter des Wandels” und lädt ein, sich von seinem metaphernreichen, mit Adjektiven verbildlichten, und doch obwohl leidenschaftlichen, eher melancholischen Schreibstil entführen zu lassen. Magie zum Verschenken!

Weihnachtstage am Fenster vor prasselndem Niederschlag, mit einem Tee oder einem Wein bilden die perfekte Kulisse für dieses gelungene Fantasywerk.